Sturm, Geocaches & Hafenflair: Unser windiger Vorweihnachts-Stopp in Damp (21.12. – 23.12.2025)
Manchmal plant man eine Reise, und manchmal plant das Wetter für dich. Genau so fühlte es sich an, als wir unseren Mercedes Atego kurz vor Weihnachten 2025 von Grömitz aus Richtung Damp an der Ostsee lenkten. Wir wussten, es würde windig werden – aber was uns dort erwartete, war Natur pur in ihrer kraftvollsten Form. Unser Aufenthalt vom 21. bis 23. Dezember stand ganz im Zeichen des Sturms, und doch war es eine unglaublich schöne und intensive Zeit.
Ankunft mit Ansage: Wenn der Atego zum Schaukelpferd wird
Schon die Fahrt war „dynamisch“. Als wir am Sonntag, dem 21.12., in Damp einrollten, empfing uns die Küste mit einer satten Windstärke 7 Bft. Den Stellplatz im Wohnmobilpark (Parkstraße 2) zu finden, war kein Problem, ihn bei diesem Wind zu beziehen, schon eher eine kleine Herausforderung beim Türenöffnen.
Was folgte, war ein zweitägiges Konzert des Windes. Es stürmte ununterbrochen. Wer unseren Atego kennt, weiß, dass ihn so schnell nichts erschüttert, aber bei Böen, die sich bis zur Abfahrt am 23.12. sogar auf 8 Bft steigerten, wackelte die Hütte doch ganz ordentlich. Es hatte etwas seltsam Gemütliches, drinnen bei wohligen Temperaturen zu sitzen, während draußen der Wind am LKW riss. Eine ganz eigene Art von „Vibrations-Entspannung“.
Die aufgewühlte Ostsee: Ein Schauspiel der Naturgewalten
Trotz des Windes hielt uns natürlich nichts drinnen. Warm eingepackt – Zwiebelprinzip war Pflicht – machten wir uns auf den Weg. Ein großer Pluspunkt des Stellplatzes ist die unmittelbare Nähe zum Strand. Man ist in wenigen Minuten zu Fuß da. Und dieser Anblick!
Die Ostsee war völlig aufgewühlt. Es war ein faszinierendes Schauspiel zu beobachten, wie die graugrünen Wellen mit unbändiger Wucht gegen die Steinwälle krachten. Die Gischt spritzte meterhoch, und das Tosen des Meeres übertönte jedes Gespräch. Es war bitterkalt, der Wind schnitt im Gesicht, aber genau diese Rauheit machte den Reiz aus. Hach, war das schön! Das war Ostsee-Feeling pur, fernab vom sommerlichen Badebetrieb. Hier spürte man die Kraft der Natur noch ganz unverfälscht.
Kitesurfer, Caches und Hafen-Souvenirs
Unser Weg führte uns trotz des Wetters natürlich auch in den Ortskern und zum Yachthafen. Selbst bei diesem Sturm gab es Unentwegte: Wir konnten einige Kitesurfer beobachten, die mit einer Wahnsinnsgeschwindigkeit über die Wellen rasten. Respekt vor diesem Mut!




Wir nutzten die Zeit auch für ein wenig „Dosenfischen“. Geocaching ist in Damp absolut möglich, und selbst unter den erschwerten Bedingungen des Sturms konnten wir einige Caches heben. Man muss sich nur ein wenig vorsehen, da trotz des Wetters doch erstaunlich viele Spaziergänger („Muggel“) unterwegs waren. Im Hafenbereich entdeckten wir ein paar geöffnete Einkaufsmöglichkeiten, wo wir direkt ein paar neue Magnete für unsere Sammlung im Atego mitgenommen haben.
Licht aus, Spot aus: Abenteuer im Sanitärgebäude
Ein echtes Highlight der unfreiwillig komischen Art erlebten wir bei den Sanitäranlagen. Wenn man abends im Dunkeln duschen geht, sollte man auf Überraschungen gefasst sein. Mitten im Einseifen passierte es: Das Licht ging einfach aus.
Da stehst du dann – nackt, nass und im Stockfinstern. Es half alles nichts, man musste quasi im „Nackt-Modus“ aus der Dusche flitzen, um den Bewegungsmelder wieder davon zu überzeugen, dass noch jemand da ist. Ein bisschen Slapstick gehört zum Camper-Leben wohl einfach dazu, auch wenn man bei den Temperaturen eigentlich lieber unter dem warmen Wasserstrahl geblieben wäre.



Kulinarische Ernüchterung: Der „Grieche“, der keiner war
Nach so viel frischer Luft und Action knurrt natürlich der Magen. Wir kehrten in das griechische Restaurant im Hafen ein, wurden aber leider enttäuscht. Wie sich herausstellte, war der Betreiber gar kein Grieche, was sich leider auch in der Qualität der Speisen widerspiegelte. Das Essen war „nicht so der Hit“ und das Preis-Leistungs-Verhältnis eher schlecht: Die Portionen waren echt klein für so viel Geld. Da waren wir froh, dass wir im Atego noch unsere eigenen Vorräte hatten.
Als wir am 23. Dezember bei Windstärke 8 wieder abfuhren, waren wir zwar ordentlich durchgepustet, aber auch erfüllt von den Eindrücken. Damp hat uns gezeigt, wie schön Schietwetter sein kann. Der Stellplatz liegt super nah am Wasser und die Natur ist gewaltig.
Euer Team von Fundamentfrei


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